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Ausgangssituation Die Fa. Demmerer erteilte dem IWT den Auftrag die von Ihnen konstruierte Schichtladeeinheit zu prüfen um die Funktionstauglichkeit nachzuweisen. Bearbeiter Ing. Klaus Heiling Bearbeitungszeitraum Februar 2000 - März 2000
Aufbau des Speichers Die Ladeeinheit besteht aus
einem durchgehenden Kunststoffrohr in welches in gleichmäßigen
Abständen Lochkreise eingebaut sind. Von unten her kann der Heizungsrücklauf
und von oben her der Solaranlagen-Vorlauf (sekundärseitig eines externen
Wärmetauschers) eingebracht werden. Um den Durchmischungseffekt durch
die offenen Lochkreise zu vermeiden wird zum einen ein großer Rohrquerschnitt
der Ladelanze gewählt und zum anderen der Kollektorvorlauf über
ein konzentrisches Rohr immer unterhalb des oberen Drittels in die Ladelanze
eingebracht.
Auswertung Wie aus den nachfolgenden Diagrammen ersichtlich ist wird die vorhandene Temperaturschichtung im Speicher nicht negativ beeinflusst. Abb. 2 und Abb. 3 zeigen die Temperaturverläufe im Speicher über Ort und Zeit bei einen zweistufigen Entladeversuch mit einem Massenfluß von 1040 l/h (Entnahme oben, rückfließendes Wasser von unten in die Ladeeinheit eingebracht). Die ersten 24 Minuten wurde dem Speicher oben heißes Wasser entnommen und mit einer Temperatur zwischen 45 und 43¡C rückgespeist. Man erkennt in Abb. 3, dass die geringeren Speichertemperaturen vom rückfließenden Wasser annähernd unbeeinflusst bleiben und sich eine definiert Grenzschicht zwischen heißem Speicherwasser oben und einfließendem Wasser ergibt. Anschließend wurde das rückfließende Wasser auf ca. 15¡C abgesenkt. Der Speicher wird weiterhin gut geschichtet entladen und das einströmende Wasser tritt unten am untersten Auslass der Schichtladeeinheit aus. Abb. 2 zeigt die örtlichen Temperaturen zum Start, vor Änderung der Rücklauftemperatur und am Ende des Versuchs.
Abb. 2 Temperaturprofil über die Höhe bei bei zweistufigem Entladeversuch mit und ohne Rückeinschichtung: Durchfluss 1040 l/h
Abb. 3 Temperaturschichtung über die Entladezeit bei zweistufigem Entladeversuch mit und ohne Rückeinschichtung: Durchfluss 1040 l/h Abb. 3 und 4 zeigen einen zweistufigen Ladeversuch (Einströmen von oben in den Schichtlader, Austritt unten) mit einem Volumensfluß 1125 l/h. Ein solcher Volumensfluß entspricht unter der Annahme einer Low-Flow Solaranlagen-Konzeption einer Kollektorfläche von ca. 90 m². In der ersten Stufe wurde mit 59¡C eingeschichtet. Dies war eine höhere Temperatur als im Speicher vorhanden. Anschließend wurde eine mittlere Temperatur zum Beladen eingestellt. Wiederum zeigt sich ein gutes Einschichtverhalten. Zu Beginn des Versuches wird an höchster Stelle eingeschichtet, allerdings wird die Einströmtemperatur nicht ganz erreicht, was auf eine gewisse Durchmischung hindeutet. Bei der abgesenkten Einströmtemperatur zeigt sich dagegen ein sehr gutes Schichtungsverhalten.
Abb. 4 Temperaturprofil über die Speicherhöhe bei einem zweistufigen Lade- und Einschichtversuch: Durchfluss 1125 l/h
Abb. 4 Temperaturschichtung über die Ladezeit bei einem zweistufigen Lade- und Einschichtversuch: Durchfluss 1125 l/h
Schlussfolgerung Die vermessene Schichtladeinheit zeigt auch bei hohen Volumensflüssen ein gutes Schichtverhalten. Daher ist sie gut für den Einsatz in Schichtspeichern geeignet. Das Büro Demmerer bietet die Schichtladeeinheit seit Herbst 2000 am Markt an.
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